Twinny - eine Lagoon 380 S2
Twinny - eine Lagoon 380 S2

So fing es an

Seit 1. August war ich wieder im Wasser. Welche Wohltat nach all dem Staub und der Hitze an Land. Vorher hatte mein Skipper noch einige vorbereitende Arbeiten erledigt. Die Bordfrau war dann auch noch zur Mithilfe eingetroffen.

 

 

Der 01. August war ein spannender Tag für meinen Skipper. Ich wurde „gelauncht“, also ins Wasser gehoben. Dazu kam der Kran an meinen Parkplatz gefahren, hat mich auf die breiten Bänder genommen und im Schritttempo zum Wasser gebracht. Zeitgleich kam auch der Rudi vom Flughafen per pedes herüber. Alles hat wunderbar geklappt. Wir lagen dann an der Außenmole der Marina. Jetzt gab es meine (Prosecco-) Taufe. Endlich durfte ich meinen Namen nun auch offiziell tragen und zeigen.

Was so los war im August

Unsere Route führte uns von der Marina Lefkada zunächst nach gegenüber – Preveza. Dort musste mein Skipper sich die Genehmigung für das Befahren der griechischen Gewässer bei der Port Police besorgen. War gar nicht so einfach. Erst Port Police, dann Town Office, dann 50 € einzahlen in einer Bank. Denn weder Port Police noch Town Office nehmen das Geld an. Doch in der Bank ist viiiieeeel Geduld gefragt. Endlos lange Warteschlangen = endlos lange Wartezeiten. Das hatte mein Skipper nicht ausgehalten. Voller Frust und Wut war er wieder aus der Bank heraus. Hatte dann jedoch den Tipp bekommen, es bei dem Postoffice einzuzahlen. Siehe da, nur kurze Wartezeit. Dann hoch zur Port Police, denn beides ist im selben Gebäude und schon war diese Formalität erledigt.

 

Weiter ging es nach Lefkada. Erst durch den Kanal bei Aktio hinaus nach Westen, dann scharf nach Süden abgebogen Richtung des Kanals, der durch eine Schwenkbrücke nach Lefkada hineinführt.

In Lefkada gibt es einige tolle Supermärkte, so dass dort eine Verproviantierung wunderbar zu erledigen ist. Dazu kommen noch all die technischen Betriebe für das eine oder andere Wehwehwechen.

Währendessen hatte der Rudi schon mal angefangen an der Bordtechnik zu werkeln. Fast alle Lampen sind nun auf LED umgestellt. Für den 220 V Bordstrom hatte er sogar noch einen Sicherheitsumschalter installiert, dass nicht der Landstrom und der Strom vom Inverter sich um das Bordnetz streiten. Das war vielleicht eine „Fieselarbeit“. Mein Skipper hat nur gestaunt über die Geduld, die der Rudi da aufgebracht hatte. Und alles so sauber verlegt und geordnet. Für den Radio hatte er auch noch eine Aktivantenne eingebaut, für die Lampen im Cockpit und die im Salon Dimmer eingebaut. Dazu hatte er in minutiöser Arbeit entsprechende Aussparrungen gesägt/gebohrt. Schaut gut aus. Toll, wenn das Licht im Cockpit nun dem Bedarf entsprechend angepasst werden kann. Für den Außenborder gibt es nun auch eine Befestigung an der Reling. Das ist auch ein planerisches und handwerkliches Kunststück von Rudi.

 

Die ersten Schläge führten uns nach NIDRI und von dort, Uschi's Wunsch entsprechend, zur Insel SKORPIOS zum Badestrand von Jacky Onasis. Dann wieder zurück nach LEFKADA, denn Uschi's Sohn und seine Freundin (Valerian & Annika) waren am Sonntag, den 6. August, an Bord gekommen. So war nun die erste Crew komplett und der Törn konnte beginnen.

 

Auf unserer Route umkurvten wir die Inseln Kalamos und Kastos, machten an der Insel ATOKO einen Badestopp, schauten nach KIONI auf ITHAKA hinein und machten in FRIKES fest. Bei einer Tour durch den Ort sah meine Crew ein Veranstaltungsplakat. Unser Bootsnachbar, an dessen auch Lagoon 380 ich mich im Päckchen anschmiegen durfte, klärte uns auf: es ist ein Dorffest am nächsten Tag. Na, das wollte sich meine Crew natürlich ansehen. Toll war's.

 

Von FRIKES segelten wir rund um die Nordspitze von ITHAKA nach FISKARDHO auf KEFALONIA. Für Rudi war dort dann ein paar Tage später der Törn zu Ende. Die anderen segelten zwischen KEFALONIA und ITHAKA den Kanal entlang nach VATHI, um sich zu verproviantieren. Weiter ging es nach SIMI. Doch dort hatte es uns nicht gefallen. Der kleine Hafen war recht voll und ein gut geeigneter Anlegeplatz für mich Katamaran war nicht frei. So ging es gleich weiter zu einer schönen Bucht am Südzipfel von ITHAKA.

So langsam galt es, sich zu sputen, um rechtzeitig in PAROS zu sein. Enno und Kristin waren an Bord zu nehmen. Die beiden Youngsters, Annika & Valerian, traten hier ihre Heimreise an. Über den Ormous OXIA und den Hafen MESALONGION, mit seiner langen Kanaleinfahrt, erreichten wir unser Ziel gut in der Zeit. Die Route mit unseren neuen Gästen führte durch den Golf von KORINTH. Zunächst zur aufgelassenen Marina der kleinen Insel TRIZONIA. Kristin und Uschi waren bei ihrem Spaziergang durch diese verfallende Marina bestürzt über die vielen dort abgestellten und vergammelnden Yachten.

 

Das folgende Highlight war für meine Besatzung, nach einer Übernachtung in GALAXIDI, die Fahrt mit einem Leihwagen nach DELPHI.

 
Mehr in Kürze
Fikiardha auf Kythnos

Aktuelles

Sonntag, 29. Oktober. Wir sind gestern zu unserer Heimreise gestartet. Vorher war Twinny am 18. Oktober aus dem Wasser gehievt und an Land geparkt worden. 10 Tage haben wir noch an der Yacht für die Einwinterung zu tun gehabt. Nun sind wir mit dem Wohnmobil, dem Pössl 2Win unterwegs. Zunächst führte unsere Route nach IGOUMENITSA, den großen Fährhafen mal sehen. Danach ging es weiter nach Albanien zum Weltkulturerbe Ort GJIROKASTER: Unsere weiter Route führte uns noch nach DUBROVNIK und KARLOVAC, bevor es dann zügig nach WIEN ginng.

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Immer heiter und gelassen